Fotograf*in: Andrea Blumtritt | Rechtewahrnehmung: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 InternationalKleines, bohnenförmiges (schuhförmiges) Gefäß mit gewölbtem Boden. Das Objekt besitzt einen fließenden Halsansatz und einen auskragenden Rand. Am Körper erscheinen aufgesetzte Applikationen. Die Keramik wurde beidseitig geglättet und geschlämmt. Ihre Außenseite ist grundiert, bemalt und leicht poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das Objekt besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Gefäßes rot-orange und schwarz-braun bemalt wurde. Am Hals und am Körper befinden sich mehrere umlaufende, rot-orange Bänder und schwarz-braune Linien. Der Körper wird durch ein bimorphes Gesicht verziert, das aufgesetzte (Augenbrauen, Augen, Nase) und gemalte (Schnurrbart) Attribute besitzt. Sie scheinen auf ein raubkatzenähnliches Wesen hinzuweisen. Nach Lothrop 1926: Zapatero ware. Kulturelle Bedeutung: der Typ ist sowohl aus Bestattungen als auch aus Siedlungskontexten bekannt. Seine Objekte zeichnen sich vor allem durch ihre lachsfarbene Grundierung aus. Die Gruppe wurde hauptsächlich im Tal des Río Tempisque dokumentiert und tritt nur selten nördlich von Bagaces (Costa Rica) auf. Obwohl das inventarisierte Objekt keine lachsfarbene Grundierung besitzt, kann es nach Bonilla et al. 1987 nur der Gruppe Jicote Policromo zugeordnet werden. In der Region Gran Nicoya existierte eine lange einheimische Tradition von Gesichtsdarstellungen. Aufgesetzte raubkatzenähnliche Gesichter finden sich bereits auf den roten, gebürsteten Waren des Policromo Medio (1350-800d.C.). (Künne 2004)
Erschließungsdaten
Tiefe: 13,1 cm
Breite: 5,5 cm
Wandstärke: 0,65 cm
Durchmesser: 3,7 cm
Provenienz und Quellen
Herstellung
Sammeltätigkeit
Zuordnung zu einem kuratierten Bestand:
Amerikanische Archäologie
Informationen zum Datensatz
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