Fotograf*in: Andrea Blumtritt | Rechtewahrnehmung: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 InternationalTorso einer kleinen sitzenden, anthropomorphen Figur, die ihre Beine ausstreckt. Die Gestalt besitzt zwei massive Arme, die sie in die Hüften stemmt. Ihr Kopf wurde nicht dargestellt. Die Keramik ist geglättet, geschlämmt, grundiert und bemalt. Grundierung und Bemalung sind fast vollständig erodiert. Die Skulptur besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die schwarz-braun bemalt wurde. Ferrero (1975) und Healy (1980) weisen auf sitzende und stehende anthropomorphe Figuren hin, die einen offenen oder geschlossenen Kopfschmuck tragen können. Symbolische Bedeutung: das Objekt stellt nach Bonilla et al. (1987) wahrscheinlich eine schwangere Frau dar. Stevenson-Day (1997) interpretiert die weiblichen Skulpturen der Mora-Gruppe als Schamanen. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware. Kulturelle Bedeutung: die Keramik der Mora-Gruppe wurde im Nordwesten von Costa Rica hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion des Landes gehandelt. Sie verwendet gestalterische Elemente (sitzende anthropomorphe Figuren mit Kopfschmuck, Matten-Motiv, Kan-Kreuz), die auch aus der Maya-Keramik (Copador-Gruppe) des Clásico Tardío (900-600d.C.) bekannt sind. Die anthropomorphen Figuren der Variante Guabal zeigen im Vergleich zu den anthropomorphen Skulpturen der zoniert zweifarbigen Keramik (Rosales Esgrafiado) und des Policromo Antiguo (Gruppe Galo Policromo) einen größeren darstellerischen Schematismus. (Künne 2004)
Erschließungsdaten
Tiefe: 5,2 cm
Breite: 4 cm
Provenienz und Quellen
Herstellung
Sammeltätigkeit
Zuordnung zu einem kuratierten Bestand:
Amerikanische Archäologie
Informationen zum Datensatz
Zugehörige Objekte