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Gedenkkopf einer Königinmutter (Iyoba)

Der Gedenkkopf einer Königinmutter (Iyoba) – erkennbar an der Form ihrer Krone – zeigt das Gesicht einer jungen Frau, die verhalten lächelt. Trotzdem ist jene Plastik weniger eine Darstellungen der Individualität eines Menschen, als ein stark idealisiertes höfisches Bildnis. Wegen seiner Ikonographie und seinem Alter, könnte es sich bei jenem Gedenkkopf um eine Darstellung Idias, der ersten Königinmutter, handeln.Das Amt und der Titel der Iyoba wurden von König (Oba) Esigie im frühen 16. Jahrhundert eingeführt. Seine Mutter, Idia, spielte im Krieg gegen die benachbarten Igala eine wichtige Rolle. In der mündlichen Überlieferung werden die Fische am Sockel des Gedenkkopfes als Hinweis darauf gedeutet, dass Idia die feindliche Igala-Armee über den Niger zurücktrieb. Königinmütter in Benin hatten – wie in vielen anderen afrikanischen Königreichen – eine herausragende politische Position. Wie den Königen wurde auch ihnen nach dem Tod ein Gedenkschrein errichtet, auf dem Gedenkköpfe aufgestellt wurden.

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Erschließungsdaten

Objekttyp
Plastik
Maße
Gewicht: 4,1 kg
Höhe: 51 cm
Breite: 16 cm
Tiefe: 18 cm
Tiefe: 52 cm
Höhe: 51 cm
Tiefe: 18 cm
Breite: 16 cm
Material/Technik
Bronze, Kupferlegierung, Eisen, Messing
Aktueller Standort
Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer
III C 12507
Objektbeziehung(en)

Provenienz und Quellen

wo
Benin [kingdom]
wann
16. Jh.
wo
Nigeria
Benin
wer
J.C. Stevens - Vorbesitzer*in
Beschreibung
16. Jh., Auftragsarbeit der Igun Eronmwon oder Gilde der Messinggießer im Königreich Benin; Standort bis 1897 im Königreich Benin unbekannt; geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; möglicherweise im Besitz von Sir Ralph Moor nach der Eroberung von dem Königreich Benin; erworben auf einer Auktion von Stevens' Auction Rooms Ltd., London (J.C. Stevens), aus Mitteln eines Darlehens von Valentin Weisbach durch die beauftragte Firma Theodor Francke, 1901.

Informationen zum Datensatz

Rechtsstatus Metadaten
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