Elfenbeinzahn
Der Elefant ist in weiten Teilen Afrikas das wohl wichtigste Königstier. Seine Eigenschaften (Größe und Stärke, Klugheit, aber auch soziales Zusammenleben in einer Herde unter Führung der Leitkuh samt "Ahnenkult", also dem Beschäftigen mit den Knochen verstorbener Herdenmitglieder) stehen symbolisch für die Rolle des Königs. Ferner besaß der König ein wirtschaftliches Elfenbein-Monopol und forderte von jedem gejagten Tier einen der Stoßzähne. Die waren eine auch von den Europäern hochbegehrte Handelsware. Beschnitzte Elefantenstoßzähne standen in Gruppen auf den königlichen Ahnenaltären in den Innenhöfen des Palastes. Reich gewordene Bürgerfamilien ahmten dies nach. Europäische Quellen berichten im Jahre 1651 zum ersten Mal von unbeschnitzten Stoßzähnen auf den Ahnenköpfen bürgerlicher Altäre. Seit 1787 wissen wir auch von beschnitzten Exemplaren. Text: Dietmar Neitzke.
- Datenpartner
- Linden-Museum Stuttgart Staatliches Museum für Völkerkunde Original beim Datenpartner anzeigen
Erschließungsdaten
- Kulturelle Zuschreibung
- Edo
- Objekttyp
- Elefantenzahn
- Maße
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Länge: 110 cm
Durchmesser: 11 cm - Material/Technik
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Elfenbein
geschnitzt, verziert
- Aktueller Standort
- Linden-Museum Stuttgart
- Inventarnummer
- 010324
Provenienz und Quellen
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Zuordnung zu einem kuratierten Bestand:
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Besitz-/Eigentumswechsel
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wo
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Nigeria
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Besitzwechsel
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wann
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1900
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- Provenienz
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Hans Meyer schenkte das Objekt dem Linden-Museum zusammen mit einem Gipsabdruck eines weiteren Zahnes, der heute allerdings nicht mehr erhalten ist. Text: Markus Himmelsbach.
Informationen zum Datensatz
- Rechtsstatus Metadaten
- CC BY-NC-ND 4.0 DEED
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