Vorderseite | Fotograf*in: Andrea Blumtritt | Rechtewahrnehmung: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 InternationalOvaloider, halsloser Krug mit fragmentiertem Standfuß. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist polychrom bemalt und hoch poliert. Die Keramik besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Objekts rot, orange und schwarz-braun bemalt wurde. Am Körper erscheinen drei hochständige, umlaufende Friese mit geometrischen Motiven (Rhomben, Guilloche-Motive, Dreiecke), die möglicherweise Textil oder Flechtwerk anzeigen. Darunter befindet sich ein mittelständiger, umlaufender Fries, der aus sechs Sektoren besteht. Sie zeigen ein stark stilisiertes, bimorphes Motiv (Schlange?), das in Varianten repetiert wird. Eine Abbildung stellt ein anthropomorphes Gesicht dar. Die tiefständigen Körperpartien werden durch zwei umlaufende, rote Bänder verziert. Auf der Innenseite der Keramik sind unregelmäßige Spuren einer weiß-gelblichen Grundierung sichtbar. Am Rand erscheint ein umlaufendes, schwarz-braunes Band. Symbolische Bedeutung: das Guilloche-Motiv wird häufig (Ferrero 1975: 405) als zwei Schlangenleiber interpretiert, die ineinander verschlungen sind. Nach Lothrop 1926: highland polychrome ware, degenerated plumed serpent, type H und human face motive. Kulturelle Bedeutung: die Keramik der Mora Gruppe wurde im Nordwesten Costa Ricas hergestellt und nach dem Zentralen Hochland und der Atlantikregion des Landes gehandelt. Die Variante wurde sowohl in Bestattungen als auch in Siedlungskontexten dokumentiert. Sie tritt nicht in Nicaragua auf. (Künne 2004)
Erschließungsdaten
Höhe: 22,5 cm
Tiefe: 14,7 cm
Breite: 14,7 cm
Wandstärke: 0,85 cm
Provenienz und Quellen
Herstellung
Sammeltätigkeit
Zuordnung zu einem kuratierten Bestand:
Amerikanische Archäologie
Informationen zum Datensatz
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