beschnitzter Elefantenstoßzahn
Der Elefant war in weiten Teilen Afrikas das wohl bedeutendste Königstier. Der König besaß in Benin ein wirtschaftliches Elfenbein-Monopol und erhielt von jedem gejagten Tier einen der Stoßzähne. Sie galten als aufgeladen mit einer spirituellen Macht und durften nur von bestimmten Würdenträgern gefahrlos berührt werden. Dieser hier ist reich beschnitzt und stammt aus dem Königspalast. Dargestellt ist u.a. der fischschwänzige König Ohen, der von zwei Krokodilen gezogen ist Reich des Wassergottes Olokun reist. Dazu paßt, daß die Stoßzähne auch als Symbol für den Hof von Olokun (den Gott von Wasser, Reichtum und Schönheit) galten, der im Jenseits wie der Oba (König) im Diesseits residiert. Text: Dietmar Neitzke.
- Datenpartner
- Linden-Museum Stuttgart Staatliches Museum für Völkerkunde Original beim Datenpartner anzeigen
Erschließungsdaten
- Kulturelle Zuschreibung
- Edo
- Objekttyp
- Elefantenzahn
- Maße
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Länge: 210 cm
Durchmesser: 11.5 cm - Material/Technik
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Elfenbein
geschnitzt
- Aktueller Standort
- Linden-Museum Stuttgart
- Inventarnummer
- 004671
Provenienz und Quellen
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Zuordnung zu einem kuratierten Bestand:
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Besitz-/Eigentumswechsel
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wo
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Nigeria
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Besitzwechsel
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wann
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1899
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- Provenienz
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Hans Meyer (Leipzig) schenkte den Stoßzahn dem Linden-Museum. Er hatte ihn zuvor in London gekauft. Dieser und andere geschnitzte Elefantenstoßzähne wurden 1956 als Dekoration im Zimmer des ersten Vorsitzenden des Trägervereins des Linden-Museums verwendet. Text: Markus Himmelsbach.
Informationen zum Datensatz
- Rechtsstatus Metadaten
- CC BY-NC-ND 4.0 DEED
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