Bei diesem Sammlungsgegenstand fehlt die Bezeichnung in der Herkunftssprache. Wenn Sie die Bezeichnung kennen oder Anmerkungen haben, nutzen Sie das Formular, um mit der datenliefernden Einrichtung Kontakt aufzunehmen.
Frauenkleid

Hemdartig geschnittenes Kleid mit langen Ärmeln und eckigem Halsausschnitt aus schwarzem Grundgewebe, flächenfüllend mit Kreuzstichen bestickt. Die angesetzten, weit geschnittenen Ärmel verlaufen an den Innenseiten jeweils in einer Spitze bis zum Wadenbereich; der Saum ist durch seitliche Einsätze, die bis unter die Achsel verlaufen, extra geweitet. Das auffällig breitformatige Kleid gehörte einer korpulenten Person. Die Ärmelaußenkanten schmücken rot-gelb gemusterte Bänder; d.h. rotes Band ist auf schwarzes Grundgewebe appliziert, mit gelben Maschinen-Doppelsteppstichlinien, die ein rgelmäßiges Rautenmuster bilden. Das gleiche rote Gewebe gibt es auch als Paspelstreifen im Nackenbereich des Halsausschnittes. Stickerei: Die gestickten Ornamentbänder, bestehend aus stilisierten Pflanzenmotiven, dominieren durch ihre Symmetrie die Gesamtgestaltung des Kleides. Auf den Ärmeloberseiten befindet sich je ein solcher rechteckiger Musterblock, ebenso im Bereich des Halsausschnittes bis hin zur Brust. Breite Bordüren, auf Vorder – und Rückseite bis Kniehöhe reichend, steigen an den Seiten bis Hüfthöhe an. An der Oberkante enden diese Muster nicht in einer Linie sondern durch vereinzelt Motive entsteht ein optisch einallmählicher Übergang. Alle sich im Bereich des Oberkörpers befindlichen Stickereien sind rotbetont, während der gesamte Rockbereich vor allem in Blautönen gestaltet ist. Maße in cm: Schulterbreite, rechts: 22; links: 21 // Ärmeloberkante, rechts: 30,5; links: 30 // Ärmellänge – Außenkante, rechts: 99; links: 97 // Brustumfang: 122 // Halsasusschnitt – Tiefe: 15 // Saumweite: 218 Material: 1. Grundgewebe: Baumwollsatin, schwarz 2. Verstärkungsgewebe: a) im Saum: - siehe Grundgewebe - im Saumbereich der Rückseite außerdem rotes, leinwandbindiges Baumwollgewebe b) Nackenbereich, Halsausschnitt: rotes leinenbindiges Baumwollgewebe 3. Stickerei: Baumwollgarne, s-Draht (S2z) in Blau, Hellblau, Lachs, Weinrot, Grün, Flieder; weiterhin zwei verschiedenen Garne in Hellgelb (1. Variante siehe oben.; 2. Variante: bestehend aus 3 Einzelfäden) 4. Nähfäden: - Kleidernähte, manuell. Grobe Baumwollzwirne, schwarz - Ärmelapplikationen, Maschinennähte: Baumwollzwirn, gelb/ Baumwollzwirn, schwarz 5. alte Ausbesserungs- und Staffiernähte: Baumwollgarne in Blau und Rot (siehe 3.) Herstellungstechnik: Siehe „Objektbeschreibung“ und „Material“! 1. Gewand / Herstellung: a) manuelle Nähte (betr. Zusammensetzen des Kleides: Doppelsteppnähte, z.T. außen durch Vorstichreihen übersteppt b) Ärmelapplikationen: die roten Bänder an den Ärmelrändern wurden mit Maschine aufgenäht; Doppelsteppstichnaht mit gelbem Ober- und schwarzen Unterfaden. (Rauten) 2. „Kleidungsstück“ – Ausbesserung und –Anpassung an die Trägerin: Staffiernähte, Überwendlichnähte 3. Halsausschnitt / Nackenbereich: aufgesetztes Paspel als Versäuberung 4. Stickerei: - allgemein flächenfüllende Kreuzstickerei auf dem Kleid - Saumbereich: mehrere Reihen übereinander, eng gestickter Stielstich (Plattstich; Schnurwirkung), unterbrochen von je zwei Doppelsteppstichreihen

Nur ausgefüllte Felder anzeigen

Erschließungsdaten

Kulturelle Zuschreibung
Beduinen
Objekttyp
Frauenkleid
Maße
Länge: 140 cm
Breite: 120 cm
Material/Technik
Baumwolle, Seidengarn
Aktueller Standort
Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer
I B 10006

Provenienz und Quellen

Herstellung
wo
Sinai
wer
Beduinen
Sammeltätigkeit
wer
Peter W. Schienerl (1940-12-17 - 2001-04-03) - Sammler*in

Informationen zum Datensatz

Rechtsstatus Metadaten
Dieser Inhalt wurde maschinell übersetzt
Version: 2.4.1 / 7.5