Fotograf*in: Andrea Blumtritt | Rechtewahrnehmung: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 InternationalDie mythische, bimorphe Gestalt kombiniert die Attribute verschiedener Wesen (Leguane, Alligatoren, Krokodile, Raubkatzen, Eidechsen) und unterschiedlicher Perspektiven (Füße). Sie scheint eine angespannte, agressive Haltung einzunehmen. Ihre Hautzeichnung erinnert an die Fellstruktur einer Raubkatze und die Knorpel einer Echse. Der zweigliedrige Schwanz des Reptils kann als Vervielfältigung, Verwandlung oder Bewegung (Helms 1993) verstanden werden. Die Füße der Figur reichen aufgrund der tiefständigen Position der Öse nicht bis auf die Auflagefläche. Die unterschiedliche Zahl ihrer Zehen zitiert eine Eigentümlichkeit, die Alligatoren und Krokodilen gemeinsam ist. Ferrero (1975: 359, Ilus. III-132) bildet ein ähnliches Objekt ab, das ebenfalls vom Fundort El General stammt. Auf einem partiell reliefierten Stein, der am kostarikanischen Fundort Guayabo de Turrialba (1300-700d.C.) liegt, erscheint ein zweischwänziges Reptil, das mit einer Raubkatze assoziiert ist. Echsenförmige Darstellungen sind das häufigste Thema der polychromen Keramik, die aus der Pazifikregion des südlichen Zentralamerika stammt. Sie treten vor allem in den Gruppen Buenos Aires Policromo (1550-1000d.C.), Altiplano Policromo (1350-800d.C.), Potosí Aplicado (1350-500d.C.), Macaracas Policromo (1100-900d.C.), Conte Policromo (900-700d.C.), Galo Policromo (800-500d.C.) und Carrillo Policromo (800-500d.C.) auf. (Künne 2005)
Erschließungsdaten
Höhe: 7,5 cm
Tiefe: 2,2 cm
Breite: 7,3 cm
Provenienz und Quellen
Herstellung
Sammeltätigkeit
Eigentumswechsel:
Erwerb
Zuordnung zu einem kuratierten Bestand:
Amerikanische Archäologie
Informationen zum Datensatz
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