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Lendengürtel, dessen Kern aus drei
parallalen und verbundenen Strängen gebildet ist, die aus komprimiertem,
mit Fäden umwickeltem Stoff bestehen. Der Stoff ist durch Fäden
zusammengebunden, auf die rote und schwarze Glasperlen aufgefädelt sind.
Unten hängen Glasperlen-Schnüre in Schwarz und Grün oder Schwarz und
Rosa, die jeweils mit einer roten, etwas größeren Perle enden. Der
bedeckende Teil hängt am Gürtel und besteht aus einem rechteckigen
Zickzack-Geflecht aus schwarzen, weißen, roten und rosa Perlen. An
beiden Enden des Gürtels befinden sich je drei Messing-Knöpfe an kurzen
Perlenschnüren. Die Knöpfe dienen zusammen mit drei Schlaufen an einem
Ende als Verschluss.
Die "umutsha" genannten Lendengürtel
wurden allgemein bei den Zulu von Frauen und Männern getragen. Dabei
variierten die Formen der Gürtel jedoch je nach Alter und Geschlecht.
Dieses Objekt wurde laut Inventar von einem Mädchen getragen. Solche
Gürtel mit einem kleinen rechteckigen, perlenbesetzten Stück, das den
Schambereich bedeckt ("isigeke"), ist eine typische Form. Der Stil des
Gürtels und die Muster und Farben der Perlenstickerei bedienen sich
eines komplexen symbolischen Systems und drücken unter anderem soziale
Beziehungen oder Botschaften aus.
Die Sammlung wurde 1923 von
Max Hößle dem Gewerbemuseum übergeben. Angelegt hat sie Ulrich Hößle um
1880 in Südafrika, in der Gegend von Pietermaritzburg, heutige Provinz
KwaZulu-Natal. Das Gebiet gehörte damals zur britischen Kolonie
Natal.
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