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Steinkopf

Kleiner, zoomorpher Kopf ohne Halsansatz und Standfläche. Das ovaloide Objekt besitzt einen breiten, halb geöffneten Mund, in dem sich große, rechteckige Zähne befinden. Das dargestellte Wesen hat runde Augen, die im Tiefrelief ausgeführt wurden. Seine Nüstern, Augenbrauen und Ohren werden durch eingetiefte Punkte bzw. Linien markiert. Am Hinterkopf der Skulptur erscheinen fünf gravierte Linien, die in einer trichterförmigen Vertiefung münden. Die Oberfläche des gut erhaltenen Objekts ist geglättet und leicht poliert. Die unvollendete Skulptur scheint einen katzenähnlichen Kopf darzustellen. Er wird durch breite, gravierte Linien verziert, die ein U-förmiges Profil besitzen. Am linken Ohransatz ist die Abfolge der subtraktiven Arbeitsschritte erkennbar. Zunächst wurden zwei parallele Linien in das Objekt geschnitten. Danach schlug man den entstandenen, mittelständigen Steg ab. Zuletzt wurden die verbleibenden Überstände mit Glättsteinen eingeebnet. Soziale Bedeutung: Mason glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271). Kulturelle Bedeutung: während die anthropomorphen Steinköpfe der Periode VI (1550-1000d.C.) immer auf einem Halsansatz mit Standfläche ruhen, treten zoomorphe Kopfplastiken auch ohne Hals und Basis auf (Ferrero 1975: 321, Ilus. III-80). Hartman (1901: 26, 37, Pl. 7(1), Pl. 14(3)) dokumentierte am Fundort Las Mercedes (Atlantisches Tiefland) zwei steinerne Lesefunde, die skulpturierte Tierköpfe verkörpern. (Künne 2005)

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Erschließungsdaten

Objekttyp
Steinkopf
Maße
Höhe: 8,5 cm
Tiefe: 12,8 cm
Breite: 9 cm
Material/Technik
Stein
Aktueller Standort
Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin
Inventarnummer
IV Ca 41715

Provenienz und Quellen

wann
500
wo
Costa Rica
Cartago [Provinz]
Turrialba [Ort]
wer
Lehmann, Walter - Sammler*in

Informationen zum Datensatz

Rechtsstatus Metadaten
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2.2 / 7.2