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Weißes besticktes Gewand der Hausa
aus Baumwollstoff, der aus gewebten schmalen Streifen besteht, die
zusammengenäht werden (Bandstreifen-Weberei). Der Mittelteil besteht aus
vertikalen Streifen, die Ärmel aus horizontalen Streifen.
Am
Halsausschnitt finden sich ein eingesetztes Zierband und aufgestickte
Ornamente. Unterhalb des Halsausschnittes setzt eine aufgenähte
rechteckige Tasche an, die sich über die linke Seite der Robe erstreckt.
Sie ist ebenfalls mit unterschiedlichen Ornamenten bestickt (u.a. mit
dem sogenannten "Two Knives"- / "aska biyu"-Motiv).
Des
Weiteren befindet sich vorne auf der rechten Seite des Gewandes ein
Kreisornament, das von einer spiralförmigen Linie umgeben ist. Das
Innere des Kreises ist mit einem Quadrat gekreuzt und mit der runden
Lochstickerei gefüllt. Auf der Rückseite wiederholt sich das
Kreisornament (sogenanntes "Tambari"-Motiv).
In der Region
der Hausa-Staaten gab es bereits vor dem 16. Jahrhundert eine reiche
Textilproduktion und die Herstellung großer, prächtiger Gewänder. Mit
der Ausbreitung des Islams und insbesondere mit der Gründung des
islamischen Staates Sokoto (1804 - 1903) ergab sich ein enormes Wachstum
der Textilproduktion. Gerade solche ausladenden, bestickten Roben fanden
in Westafrika im 19. Jahrhundert weite Verbreitung in Zusammenhang mit
deren Bedeutung im Kalifat Sokoto. Die Anfertigung der Gewänder stand in
Verbindung mit der islamischen Verwaltung. Sie wurden zur offiziellen
Kleidung des Kalifats, indem sie Repräsentanten der Verwaltung
markierten und unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit von der
muslimischen Elite getragen wurden. Zudem waren sie Indikatoren für
Status und Prestige und hatten diplomatische Funktionen - u.a. als
Geschenke. In Sokoto wurden die Roben (teilweise in geringerer Qualität)
auch für den Exportmarkt nach ganz Westafrika hergestellt.
Solche ausladenden und reich bestickten Gewänder wurden im 19.
Jahrhundert von Männern getragen. In der Hausa-Sprache werden sie
allgemein als "babban riga" ("Großes Gewand/Hemd") bezeichnet. Im
Sokoto-Kalifat wurden sie in ihrer Funktion als Statussymbol innerhalb
der Kalifatsverwaltung auch "rigan giwa" ("Gewand des Elefanten")
genannt.
Das Objekt ist Teil des Konvoluts, das im März 1910
als Schenkung des Oberleutnants Picht in die Sammlung des Gewerbemuseums
Ulm kam.
Beim Schenker handelt es sich um Erhard Picht (1882 -
1910), der ab 1900 beim Feldartillerie-Regiment „König Karl“ (1.
Württembergisches), Nr. 13 in Ulm/Ludwigsburg und ab 1904 als Direktor
bei der Westafrikanischen Pflanzungs-Gesellschaft „Victoria” in Kamerun
tätig war.
1908 ließ Erhard Picht eine Sammlung afrikanischer
Gegenstände nach Berlin transportieren, wo er zeitweise wohnte. Darunter
waren vermutlich auch Objekte, die 1910 nach Ulm gingen. Einen Teil der
Sammlung verkaufte er 1908 bereits an das Museum für Völkerkunde in
Berlin. Erhard Picht verstarb im April 1910, kurz nach der Schenkung an
das Gewerbemuseum Ulm, in Berlin an Malaria.
Es ist möglich,
dass Erhard Pichts Bruder Heinrich in die Abwicklung der Schenkung
involviert oder auch teilweise an der Sammlung der afrikanischen Objekte
beteiligt war. Heinrich Picht (*18.05.1884) war ab 1902 als Pflanzer in
Kamerun beschäftigt und gründete 1907 die Deutsche Kautschuk-AG (ab 1923
Ekona AG) mit Sitz in Berlin. Um 1903 erhielt er den Auftrag, in
Verhandlung mit Stammesoberhäuptern einheimische Arbeiter für die
Plantagen zu gewinnen. Dazu begab er sich auf eine Reise durch das
nordwestliche Kamerun bzw. die heutige Provinz Nord-Ouest. Einige der
Objekte aus der Schenkung stammen aus dem Gebiet, in dem er unterwegs
war.
Heinrich Picht hatte ebenfalls Verbindungen zu Ulm, wo er u.a.
im Oktober 1906 einen Vortrag über seine Reisen in Kamerun
hielt.
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Panzerarmling mit Handschuh/Okegava-do gosuko
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Brustpanzer/Okegava-do gosuko
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Kinnschutz mit Kehleschutz/Okegava-do gosuko
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Schulterplatte/Okegava-do gosuko
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Leibschnur mit Quasten
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Schulterplatte/Okegava-do gosuko
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Schienbeinschutz/Okegava-do gosuko
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Anzug
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Helm eines Okegava-do gosuko
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Rückenpanzer/Okegava-do gosuko
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