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Ovaloider, dreibeiniger Krug mit fließendem Halsansatz. Die kurzen Beinen besitzen schmale, senkrechte Öffnungen und Rasselkugeln. Das Objekt wurde beidseitig geglättet, geschlämmt und grundiert. Seine Außenseite ist polychrom bemalt. Grundierung und Bemalung sind stark erodiert. Die Keramik wurde ziegelrot geschlämmt. Sie besitzt eine weiß-gelbliche Grundfarbe, die auf der Außenseite des Objekts rot, orange und schwarz bemalt ist. Der Körper wird durch zwei gegenständige, bimorphe Wesen verziert, die Schlangen- und Echsenqualität besitzen. Sie haben einen zweigeteilten Schwanz und reißen ihr Maul weit auf. Ihr gegliederter Körper besitzt dreieckige Segmente mit Kreuzgitterstrukturen. Am Gefäßhals befindet sich ein umlaufender Fries, der Rhomben und vertikale Linienbündel zeigt. Auf der Innenseite verläuft ein randständiges, oranges Band. Nach Bransford 1881: Sta. Helena ware. Nach Lothrop 1926: Nicoya polychrome ware, monkey motive, type B. Nach Bonilla et al. 1987: serpiente-mono. Kulturelle Bedeutung: die Objekte der Gruppe Papagayo Policromo stehen in der Region Gran Nicoya am Anfang der polychromen Bemalung auf weiß-gelblicher Grundierung. Die Tradition dauerte bis ins Policromo Tardío (1350-1520d.C.) an. Ihre Verzierungen zeigen einen starken mesoamerikanischen Einfluß. Er manifestiert sich unter anderem in der Verdrängung von Echsen- und Fledermausthemen durch Raubkatzen- und Schlangendarstellungen. Die Keramiken dienten als überregionale Handelsware. (Künne 2004)