Museum

Städtisches Museum Braunschweig

Städtisches Museum Braunschweig
Adresse:
Steintorwall 14
38100 Braunschweig

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Das Städtische Museum wurde 1861 im Zuge einer Bürgerinitiative anlässlich der Jahrtausendfeier der Stadt von Braunschweiger gegründet. Deren Ziel es war, „erhaltenswerte Gegenstände“ des Herzogtums Braunschweig zusammenzutragen. Der Eingang von Artefakten aus der nicht-europäischen Welt ist dabei erstmals 1865 belegt.

Zunächst noch als „Merkwürdigkeiten“ bzw. „Varia“ betrachtet, kristallisierten sich am Städtischen Museum ab den 1870er-Jahren ein eigenständiger ethnografischer Sammlungsschwerpunkt heraus, der insbesondere zwischen 1893 und 1917 gezielt ausgebaut wurde. Seither prägt dieser - neben den Bereichen Kunst, Kunstgewerbe, Designgeschichte, historische Musikinstrumente und Numismatik - das Profil dieser bedeutenden Kultureinrichtung Niedersachsens.

Heute umfasst die ethnografische Sammlung des Städtischen Museum knapp 9.000 Objektnummern. Regionale Schwerpunkte der weltweiten Sammlung bilden Afrika, Indonesien und Ozeanien. Die Sammlung enthält aber auch andere Höhepunkte, unter denen insbesondere Raritäten aus Nordamerika hervorzuheben sind.

Das Städtische Museum fühlt sich dezidiert der kritischen Aufarbeitung der kolonialen Bezüge ihrer ethnografischen Bestände verpflichtet. Dieser Haltung wurde nicht nur durch eine personelle Aufstockung im Bereich der Provenienzforschung Ausdruck verliehen. Sie findet ihren Niederschlag auch in der Neukonzeption der ethnologischen Dauerausstellung, die 2022 eröffnet werden soll. Das Augenmerk wird hier auf dem Aspekt der Erwerbskontexte und der Identifizierung von Beständen aus kolonialen, insbesondere auch deutsch-kolonialen Unrechtskontexten liegen. Eine herausragende Bedeutung wird dabei auch derzeit laufenden kollaborativ umgesetzten Provenienz- und Restitutionsinitiativen mit Partnern in Kamerun und Namibia zukommen.

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