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Großer, spitzbodiger Krug mit einem kürbisförmigem Körper. Das dreigliedrige Objekt besitzt einen leicht konvexen Hals mit einem breit ausziehenden Rand. Der Hals wird durch eine bimorphe Gesichtsdarstellung verziert, die über aufgesetzte und gemalte Attribute verfügt. Die Keramik ist beidseitig geglättet und geschlämmt. Ihre Außenseite wurde grundiert, bemalt und poliert. Grundierung und Bemalung sind partiell erodiert. Das restaurierte Objekt besitzt viele Bruch- und Fehlstellen. Die Außenseite des Objekts wurde zweifach grundiert. Sie zeigt eine rot-braune Deckfarbe, die sich auf einem weiß-gelblichen Grund befindet. Der Körper ist größtenteils rot-braun gefärbt. Der weiß-gelblich grundierte Hals wurde schwarz-braun und rot bemalt. Der zentrale Bildsektor zeigt ein anthropo-zoomorphes Gesicht, dessen Augen, Nase und Maul aufgesetzt wurden. Das echsenähnliche Wesen trägt ein Stirnband und einen Nasenpflock. In seinem ovalen Maul erscheinen spitze Zähne. Die aufgesetzten Ohren sind vollständig fragmentiert. Die gegenständigen Flächen des Gefäßhalses werden durch zwei Bildfelder eingenommen, die geometrische Motive zeigen. Sie bestehen aus einem schwarz-braunen Andreaskreuz, auf dessen Schenkel weiß-gelbliche Wellenlinien sichtbar werden. Die Maltechnik suggeriert ein Negativdekor. Daneben erscheinen horizontale und vertikale, schwarz-braune Bänder. Vom Halsansatz hängen vier trapezförmige Bildfelder herab, die eine weiß-gelbliche Grundierung besitzen. Sie verzieren den Gefäßkörper und werden von kurzen, vertikalen Wülsten begrenzt. Der Sektor, der unterhalb der halsständigen Maulpartie ansetzt, zeigt zwei vertikale, rote Bänder, die ineinander verschlungen sind. Ähnliche Motive sind von bimorphen, beilförmigen Steinobjekten bekannt, die als Schamanen interpretiert wurden (Jones 1999: 71, Pl. 49). Das Objektinnere blieb bis auf den rot-braun grundierten Rand unverziert. Nach Lothrop 1926: Nandaime ware. Kulturelle Bedeutung: das Formeninventar der Gruppe umfaßt ausschließlich Krüge, die häufig einen kugelförmigen Körper besitzen. Ihre diagnostischen Verzierungen weisen auf eine typologische Verwandtschaft mit der Gruppe Mora Policromo, variedad Guabal (1200-800d.C.) hin. (Künne 2004)